Der Bahkauv Brunnen in der Aachener Altstadt

Das eigentliche Ungeheuer hatte der Legende nach den Kopf eines Kalbes, so die Übersetzung Bachkalb, das hier die Kaiserquelle symbolisch bewacht. Die Brunnenfigur am Büchel stammt aus dem Jahr 1967.

 

 Der Kopf des Untieres, das die schweflig "duftende" Quellen bewacht haben soll, erinnert in der jetzigen Darstellung eher dem einer Löwin. Zumindest der lange Reptilienartige Schwanz folgt dem Bild der Legende. Auch vermisst man bei diesem Monster die Darstellung des ursprünglich zotteligem Fell.

 

Der Brunnen zuvor von 1903 wurde während des Krieges eingeschmolzen.

Postkarten-Abbild gefunden bei Wikipedia

 

 Sicher hat der alte Brunnen einen deutlicheren Bezug zur Legende, dass das Bahkauv dem trunkenen Heimkehrer auf die Schultern sprang. Dass das Bachkalb den Zecher beraubt habe, war sicher in früheren Zeiten eine gelungene Ausrede für leere Taschen nach einem Saufgelage.

Eine weitere Sage erzählt, dass ein frühzeitlicher Torwächter, der mit dem Aufspüren des Unwesens beauftragt war, sich selbst als dieses verkleidete und Trunkene auf deren Heimweg beraubte. Diesem Tun setzte ein Schmied wohl ein Ende, als er sich dem Ungeheuer stellte und den Dieb entlarvte, wobei dieser eine ordentliche Tracht Prügel bezogen haben soll.